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(z.B. Änderung Termine, zurückgelasse Kleidungsstücke, usw.)
QUA VADIS SKISPORT ???
Hallo Skisport-Freunde,
die Initiative "Dein Winter, Dein Sport.“ hat über die Zukunft des Skisport eine Video-Konferenz mit mehr als 100 Vertretern der Branche durchgeführt. Dabei gaben Verantwortliche vom Deutschen Skiverband DSV, dem Deutschen Skilehrerverband DSLV und Snowboard Germany einen interessanten Einblick in die aktuelle Situation des Wintersports und einen Ausblick auf die kommende Wintersaison.
Unten angeführt der Inhalt in Auszügen, was wir für die kommende Wintersaison 2020 / 2021 zu erwarten haben. 

CORONA UND DIE SKIGEBIETE

Der Konsens zum Status quo war deutlich: Der Wintersport hat aktuell ein Image-Problem. Nachdem sich im März 2020 zahlreiche Urlauber in den österreichischen Skigebieten mit dem Coronavirus infiziert hatten, standen die Skigebiete und auch die Länder stark in der Kritik. In diesem Zusammenhang fällt vor allem auch immer wieder der Name Ischgl. Die Silvretta Arena im Paznaun, die als erstes österreichisches Skigebiet die Schließung wegen Covid-19 verkündete, ist im öffentlichen Diskurs zum Synonym für die massive Ausbreitung des Virus geworden – vor allem wegen seiner großen Après-Ski Szene. Erst kürzlich mahnte der deutsche Gesundheitsminister Spahn, Mallorca dürfe kein zweites Ischgl werden.

WINTERSPORT IST KEINE RISIKOSPORTART

Die Kritik an der teils sorglosen Party-Szene mag berechtigt sein. Im Hinblick auf die nächste Wintersaison ist allerdings eine Differenzierung wichtig. Denn das Problem bzw. die Gefahr eines erhöhten Infektionsgeschehens liegt, da waren sich alle Initiatoren einig, nicht im Wintersport per se, sondern vor allem in einem bestimmten Bereich des Sports. Problematisch sind nämlich in erster Linie die mit dem Wintersport verbundenen großen Ansammlungen, wie eben bei Après-Ski und Events, in Unterkünften und beim Transport. Der Wintersport selbst gehört aber nicht zu den Risikosportarten. Denn Wintersportler befinden sich im Freien an der frischen Luft, Skigebiete bieten im freien Raum jede Menge Platz und Mund-Nase-Bedeckungen sind für viele – vor allem bei kalten Temperaturen – sowieso schon üblich. Beim Skifahren gibt es außerdem keinen Vollkontakt und Sicherheitsabstände werden bereits durch die FIS Verhaltensregeln festgelegt.

EINSCHRÄNKUNGEN DER GÄSTEZAHLEN

Wo sich Menschen sammeln können, ist beim Anstehen am Lift oder in den Skihütten. Für Letztere können, wie für die Restaurants im Tal, entsprechende Hygienekonzepte und Einschränkungen bei den Gästezahlen Abhilfe schaffen. Großen Menschentrauben an den Liften könnte mit der Ausweitung der Öffnungszeiten entgegen gewirkt werden. So würde eine frühere Öffnung der Skigebiete den Andrang am Morgen etwas entzerren. Durch die Liftanlagen gebe es außerdem eine gute Möglichkeit die Gäste zu lenken. Vor allem ist aber auch im Winter noch mit Kapazitätsbeschränkungen im Liftbetrieb zu rechnen. Aktuell ist die Kapazität der Bergbahnen in Bayern noch auf 35 Prozent reduziert. Mit weiteren Lockerungen ist aber damit zu rechnen, dass die Kapazität bis zum Winter wieder auf 70 bis 80 Prozent gesteigert werden kann. Um die Beschränkungen der Gästezahlen besser einhalten zu können, wird wohl in der nächsten Saison auch verstärkt auf Online-Tickets gesetzt. Dass die möglichen Kapazitäten aber unter dem Normalbetrieb liegen, wird sich auch auf den Preis der Skipässe auswirken. In der neuen Saison müssen die Gäste deshalb wohl etwas tiefer in die Taschen greifen!!!!

SKISCHULBETRIEB SOLL MÖGLICH SEIN

Eine Herausforderung wird auch der Betrieb von Skikursen. Der DSLV arbeitet noch an einem Konzept, damit Skischulen im nächsten Winter wieder ihren Betrieb aufnehmen können. Zu erwarten sind in erster Linie kleinere Gruppen. Auch sollen die Startzeiten der Kurse entzerrt werden. Große Sammelplätze, an denen sich alle Kurse um 9 Uhr treffen, wird es wohl nicht geben. Stattdessen starten die Kurse und auch die Mittagspausen zeitversetzt. Über verstärkte Online-Buchungen der Kurse könnten außerdem bei Bedarf Infektionsketten besser nachvollzogen werden. Weitere Lösungen müssen auch für die Organisation der An- und Abreise, die Skiwacht und Bergrettung, für Training und Wettkämpfe sowie für Sportgroßveranstaltungen erarbeitet werden. Ob Feierwillige in diesem Winter komplett auf Après-Ski verzichten müssen, ist bisher noch nicht entschieden. Einschränkungen wird es aber sicherlich geben. Bei der Entwicklung der Schutzkonzepte befinden sich die Verbände auch im Austausch mit den Kollegen auf der Südhalbkugel. Dort läuft aktuell die erste Skisaison mit Corona-Regeln.

VERANTWORTLICH HANDELN

Wie die Skisaison 2020/21 verlaufen wird und wie genau die Sicherheitsmaßnahmen aussehen werden, hängt von den weiteren Entwicklungen der Corona-Pandemie ab. Die Verantwortlichen blicken aber positiv in die Zukunft und arbeiten mit Hochdruck daran, dass Wintersportler auch in diesem Jahr wieder die Möglichkeit haben, den Winter auf den Pisten zu genießen – wenn auch mit der ein oder anderen Einschränkung. Besonders wichtig wird in diesem Winter die Eigenverantwortung der Gäste. Das Coronavirus hat kein Problem mit Kälte und Nässe, weshalb im Winter durchaus mit neuen Infektionen zu rechnen ist. Deshalb erarbeiten Bergbahnen, Verbände, Tourismusregionen und Politik notwendige Hygienekonzepte und Auflagen. Diese helfen aber nur, wenn sich auch alle daran halten.

Wie Ihr seht, machen sich viele Personen Gedanken, wie es mit dem Skisport weitergeht! 
Wir bleiben dran und halten Euch natürlich auf dem Laufenden.