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(z.B. Änderung Termine, zurückgelasse Kleidungsstücke, usw.)
QUA VADIS SKISPORT ???
Hallo Skisport-Freunde,
die Initiative "Dein Winter, Dein Sport.“ hat über die Zukunft des Skisport eine Video-Konferenz mit mehr als 100 Vertretern der Branche durchgeführt. Dabei gaben Verantwortliche vom Deutschen Skiverband DSV, dem Deutschen Skilehrerverband DSLV und Snowboard Germany einen interessanten Einblick in die aktuelle Situation des Wintersports und einen Ausblick auf die kommende Wintersaison.

Die ersten Skigebiete haben hinsichtlich der "Corona-Pandemie" jetzt schon reagiert. Es wurden bereits erste Maßnahmen und Regelungen für die kommende Skisaison formuliert, um die Gesundheit seiner Gäste, Mitarbeiter und Bewohner zu schützen. Man möge gespannt sein, wie es weitergeht. 

SIEHE AUCH HIERZU DEN ANGEFÜHRTEN LINK ZU EINEM KOMMENTAR VON MARIUS QUAST, WELCHER ALS AUSBILDER DES DEUTSCHEN SKIVERBANDES TÄTIG IST >>>>> https://www.youtube.com/watch?v=bSiwSYrASAo

BERGBAHNEN

In allen geschlossenen Räumen wie Seilbahnkassen, Skidepots, WC-Anlagen und Shops muss ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden. Das gilt auch für Gondeln, Sesselbahnen und in der U-Bahn. Diese sollen aber voll besetzt werden können, also zum Beispiel 6 Personen auf 6er Sesseln, 8 Personen in 8er Gondeln etc.. Seilbahnkabinen werden jeden Tag mit einer Kaltvernebelungsmaschinen desinfiziert.

Anstehbereiche sollen so organisiert werden, dass das Einhalten von Abständen möglich ist. Zudem ist hier beim Anstehen ebenfalls das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes Pflicht. Auch die Mitarbeiter der Bergbahnen und in der Gastronomie, die Gästekontakt haben, sollen einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Damit auch wirklich jeder Wintersportler einen solchen Mund-Nasen-Schutz besitzt, gibt es z. B. in Ischgl entsprechende Multifunktionstücher zu jedem Skipass geschenkt. Auch die Skibusse, Sportshops, Skidepots, WC-Anlagen und Aufzüge werden täglich desinfiziert. Eine Limitierung der Personenzahl in den Skigebieten sind vorerst nicht vorgesehen. Diesen Schritt behalten sich die Bergbahnen aber vor. Mit organisierten Anstehbereichen sollen eng zusammenstehende Personengruppen vermieden werden.

ONLINE-TICKETS

Um großen Ansammlungen an den Kassen entgegen zu wirken, wird der Kauf von Online-Tickets empfohlen. Diese können als Pickup-Abholung vor Ort an Automaten abgeholt werden, oder vorab per Post zugeschickt werden. Wer bereits eine Keycard hat, kann diese online im Ticketshop ganz einfach neu aufladen. Bei einem Corona-bedingten Lockdown werden bereits gekaufte Skipässe rückerstattet.

BERGRESTAURANTS UND HÜTTEN 

Die Hütten und Restaurants im Skigebiet sind geöffnet. Gäste müssen auf dem Weg zum Tisch, zu den WC-Anlagen sowie in Selbstbedienungs-Restaurants im Bereich der Getränke- und Essensausgaben (im sogenannten Free-Flow-Bereich) einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Am Tisch ist kein Mund-Nasen-Schutz nötig. Die Tische in den Restaurants werden in den vorgeschriebenen Abständen angeordnet oder mit Vorrichtungen wie Glasscheiben voneinander abgetrennt. Darüber hinaus stehen zahlreiche Desinfektionsspender zur Verfügung. Damit die Sicherheitsabstände ausreichend eingehalten werden können, kann es eine Beschränkung der Gästezahlen in den Gastronomiebetrieben geben. Speise- und Getränkekarten sind z. B. in Ischgl digital in der iSki Ischgl- und mySamnaun-App oder per QR-Code aufrufbar.

APRES SKI 

Auf „Après Ski-Stimmung“ wird im nächsten Winter verzichtet, die Schirmbars sollen aber geöffnet sein. Allerdings werden diese mit Tischen und Bedienung im Stil eines Kaffeehauses geführt. Das bedeutet größere Tischabstände, nur dezente Hintergrundmusik und Öffnungszeiten, die sich nach den Bahnzeiten richten. Hütten und Schirmbars sollen mit Auflagen geöffnet sein.

BEHERBERGUNGSBETRIEBE

Kontrolle beim Check-In für Gäste! Temperaturmessungen wird es auch für die Gäste beim Check-In in den Unterkünften geben. Alternativ wird den Gästen empfohlen ein negatives Testergebnis vorzulegen, das nicht älter als 72 Stunden ist. Vor Ort sollen außerdem freiwillige Testmöglichkeiten angeboten werden.

CORONA UND DIE SKIGEBIETE

Der Konsens zum Status quo war deutlich: Der Wintersport hat aktuell ein Image-Problem. Nachdem sich im März 2020 zahlreiche Urlauber in den österreichischen Skigebieten mit dem Coronavirus infiziert hatten, standen die Skigebiete und auch die Länder stark in der Kritik. In diesem Zusammenhang fällt vor allem auch immer wieder der Name Ischgl. Die Silvretta Arena im Paznaun, die als erstes österreichisches Skigebiet die Schließung wegen Covid-19 verkündete, ist im öffentlichen Diskurs zum Synonym für die massive Ausbreitung des Virus geworden – vor allem wegen seiner großen Après-Ski Szene. Erst kürzlich mahnte der deutsche Gesundheitsminister Spahn, Mallorca dürfe kein zweites Ischgl werden.

WINTERSPORT IST KEINE RISIKOSPORTART

Die Kritik an der teils sorglosen Party-Szene mag berechtigt sein. Im Hinblick auf die nächste Wintersaison ist allerdings eine Differenzierung wichtig. Denn das Problem bzw. die Gefahr eines erhöhten Infektionsgeschehens liegt, da waren sich alle Initiatoren einig, nicht im Wintersport per se, sondern vor allem in einem bestimmten Bereich des Sports. Problematisch sind nämlich in erster Linie die mit dem Wintersport verbundenen großen Ansammlungen, wie eben bei Après-Ski und Events, in Unterkünften und beim Transport. Der Wintersport selbst gehört aber nicht zu den Risikosportarten. Denn Wintersportler befinden sich im Freien an der frischen Luft, Skigebiete bieten im freien Raum jede Menge Platz und Mund-Nase-Bedeckungen sind für viele – vor allem bei kalten Temperaturen – sowieso schon üblich. Beim Skifahren gibt es außerdem keinen Vollkontakt und Sicherheitsabstände werden bereits durch die FIS Verhaltensregeln festgelegt.

EINSCHRÄNKUNGEN DER GÄSTEZAHLEN

Wo sich Menschen sammeln können, ist beim Anstehen am Lift oder in den Skihütten. Für Letztere können, wie für die Restaurants im Tal, entsprechende Hygienekonzepte und Einschränkungen bei den Gästezahlen Abhilfe schaffen. Großen Menschentrauben an den Liften könnte mit der Ausweitung der Öffnungszeiten entgegen gewirkt werden. So würde eine frühere Öffnung der Skigebiete den Andrang am Morgen etwas entzerren. Durch die Liftanlagen gebe es außerdem eine gute Möglichkeit die Gäste zu lenken. Vor allem ist aber auch im Winter noch mit Kapazitätsbeschränkungen im Liftbetrieb zu rechnen. Aktuell ist die Kapazität der Bergbahnen in Bayern noch auf 35 Prozent reduziert. Mit weiteren Lockerungen ist aber damit zu rechnen, dass die Kapazität bis zum Winter wieder auf 70 bis 80 Prozent gesteigert werden kann. Um die Beschränkungen der Gästezahlen besser einhalten zu können, wird wohl in der nächsten Saison auch verstärkt auf Online-Tickets gesetzt. Dass die möglichen Kapazitäten aber unter dem Normalbetrieb liegen, wird sich auch auf den Preis der Skipässe auswirken. In der neuen Saison müssen die Gäste deshalb wohl etwas tiefer in die Taschen greifen!!!!

SKISCHULBETRIEB SOLL MÖGLICH SEIN

Eine Herausforderung wird auch der Betrieb von Skikursen. Der DSLV arbeitet noch an einem Konzept, damit Skischulen im nächsten Winter wieder ihren Betrieb aufnehmen können. Zu erwarten sind in erster Linie kleinere Gruppen. Auch sollen die Startzeiten der Kurse entzerrt werden. Große Sammelplätze, an denen sich alle Kurse um 9 Uhr treffen, wird es wohl nicht geben. Stattdessen starten die Kurse und auch die Mittagspausen zeitversetzt. Über verstärkte Online-Buchungen der Kurse könnten außerdem bei Bedarf Infektionsketten besser nachvollzogen werden. Weitere Lösungen müssen auch für die Organisation der An- und Abreise, die Skiwacht und Bergrettung, für Training und Wettkämpfe sowie für Sportgroßveranstaltungen erarbeitet werden. Ob Feierwillige in diesem Winter komplett auf Après-Ski verzichten müssen, ist bisher noch nicht entschieden. Einschränkungen wird es aber sicherlich geben. Bei der Entwicklung der Schutzkonzepte befinden sich die Verbände auch im Austausch mit den Kollegen auf der Südhalbkugel. Dort läuft aktuell die erste Skisaison mit Corona-Regeln.

SKISCHULEN

Die Richtlinien zum Skibetrieb in Ski amadé gehen auch auf das Thema Skischulen ein. Generell gilt, dass zwischen Personen, die nicht in einem gemeinsamen Haushalt leben, ein Abstand von einem Meter eingehalten werden muss. Um diese Regel in Skikursen besser einhalten zu können, wird die Gruppengröße auf maximal 10 Personen inklusive Schneesportlehrer beschränkt.

Kann der Mindestabstand nicht eingehalten werden, z.B. bei Hilfestellungen des Lehrers, muss ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden. Bei den Kindererlebniswelten, also Kurse für Kinder ab dem Kleinkindalter, tragen die Lehrer durchgehend einen Mund-Nasen-Schutz, um jederzeit schnell reagieren zu können. Lernutensilien, Hilfsmittel und Spielzeuge werden mehrmals täglich desinfiziert. Schneesportlehrer sollen außerdem regelmäßig auf das Coronavirus getestet werden. Lehrer, die aus dem Ausland anreisen, müssen zudem vorab einen negativen Test vorlegen.

Um große Gruppenansammlungen zu vermeiden, werden Kurse möglichst so geplant, dass die Sammelzeiten variieren. Zudem werden Sammelplätze gewählt, die genügend Platz bieten. Eine Kinderbetreuung soll unter strengen hygienischen Regeln möglich sein. An einem konkreten Konzept dazu wird aktuell aber noch gearbeitet.

VERANTWORTLICH HANDELN

Wie die Skisaison 2020/21 verlaufen wird und wie genau die Sicherheitsmaßnahmen aussehen werden, hängt von den weiteren Entwicklungen der Corona-Pandemie ab. Die Verantwortlichen blicken aber positiv in die Zukunft und arbeiten mit Hochdruck daran, dass Wintersportler auch in diesem Jahr wieder die Möglichkeit haben, den Winter auf den Pisten zu genießen – wenn auch mit der ein oder anderen Einschränkung. Besonders wichtig wird in diesem Winter die Eigenverantwortung der Gäste. Das Coronavirus hat kein Problem mit Kälte und Nässe, weshalb im Winter durchaus mit neuen Infektionen zu rechnen ist. Deshalb erarbeiten Bergbahnen, Verbände, Tourismusregionen und Politik notwendige Hygienekonzepte und Auflagen. Diese helfen aber nur, wenn sich auch alle daran halten.

Wie Ihr seht, machen sich viele Personen Gedanken, wie es mit dem Skisport weitergeht! 
Wir bleiben dran und halten Euch natürlich auf dem Laufenden.